35 Kommentare zu “Dem Glücklichen schlägt keine Stunde.

  1. Weil Moria brannte (und weiterhin brennt), lieber Jürgen, ist die europäische Öffentlichkeit endlich wieder mit diesem unter den Corona-Teppich gekehrten Dauerproblem konfrontiert worden. Der Brand ist ein Fanal, das weithin ausleuchten möge all die anderen, die vielen hunderte, tausende Morias, in denen fiehende (fliehende) Menschen „aufgefangen“ werden, um dort zu verfaulen.
    Auf Lesbos hat sich Konflikt zugespitzt, der gesehen werden MUSS und SOLL. Wenn jetzt ein paar der Bedürftigsten „gerettet“ werden – ja, schön wäre das, ein Trost für unsere geschundende Menschlichkeit. Aber es ändert überhaupt nichts am Schicksal der vielen, und löst kein Problem. Es werden andere Lager in Flammen aufgehen, und beim zweiten Mal werden die Menschen schon wegschauen, und beim dritten Mal werden sie ärgerlich, um beim vierten Mal sagen sie: was wollen diese Menschen denn überhaupt bei uns, können sich nicht mal benehmen, und beim sechsten Mal sagen sie: weg damit. So war es nach dem großen Willkommen 2015, und seither fülllen sich die Lager wie die auf Lesbos oder schllimmer, wie die in Libyen oder auf Lampedusa.

    Man muss begreifen, endlich, dass es sich hier um ein großes, sehr großes Thema handelt, das weit über die Tagespolitik und ihre jeweiligen Politiker hinausgeht, denn es erschüttert unser Lebensmodell und unsere Vostellungen, wie wir leben möchten, feeerluwa hier im Kommentarstrang hat einiges erwähnt. Ohne ein tiefes Umdenken und Überdenken der Vorausstzungen, auf denen unser reativer Wohstand beruht, gibt es keine Lösungen.

    Das hindert mich sellbstverständlich nicht, in jedem Einzelfall meine Hand hinzustrecken und zu helfen, so gut ich es vermag. .
    Und DANKE, dass du das Thema nicht einfach ignorierst.

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    • Danke liebe Gerda.
      Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich habe das Thema aufgegriffen, weil es mir die Tränen in die Augen getrieben hat. Eine für mich menschliche Pflicht. Doch hat es eine einzige Leserin aus Hamm gegeben, die mit vollkommen unpassendem Kommentar ihren abartigen Mist kundtun wollte. Diese Leserin habe ich sofort vom Blog entfernt. Eigentlich nicht meine Art. Eine gesunde Art miteinander zu sprechen befürworte ich immer. Aber alles hat seine Grenzen. Was mich freut ist die Tatsache, dass die Bevölkerung eine Lösung fordert. Nur die Politik müßte auch mal über Menschlichkeit nachdenken. Wir dürfen nicht aufhören unsere Meinung kundzutun. Jeder Politiker ist irgendwann auf Wähler angewiesen. Das sollte er nie vergessen.
      LG Jürgen

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  2. Lieber Jürgen, ich stimme dir mit deinem Entsetzen über Moria und die entsprechenden Volksvertreter bedingungslos zu. – Bloß leider ist es so – z.B. auch in unserem Land – hat sich das Volk, das diese Vertreter vertreten sollen, auch zum Negativen hin verändert. – Und an der Zuspitzung der Flüchtlingsprobleme haben Kriege und Klimakatastrophen ihren gehörigen Beitrag geleistet.

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    • Das ist der Punkt, der gemeint ist. Alles andere muß später geklärt werden. Die Stadtoberhäupter von zehn großen deutschen Kommunen haben in einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofer ihre Bereitschaft erklärt, Geflüchtete aus dem großenteils abgebrannten Lager Moria aufzunehmen Die Stadtoberhäupter bekräftigten darin ihre Bereitschaft, „einen humanitären Beitrag zu einer menschenwürdigen Unterbringung der Schutzsuchenden in Europa“ zu leisten. Das Bundesinnenministerium lehnt es bislang ab.

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      • Lieber Jürgen, ein echter bayerisch Deutscher Vollhorst, der mehr rechts als mittig denkt, lässt sich doch von zehn Kommunen nicht erschrecken. Wenn es 90% aller Städte wären, die diese Bereitschaft erklären würden, dann müsste er sich wirklich äußern und zustimmen. Aber so wird das im Sande verlaufen wie so viele andere Sachen. Leider.

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  3. Ich stimme dir bei Moria voll zu, Jürgen, das ist unfaßbar, und das unwürdige und grausame Geschacher geht immer noch weiter. Und was von manchen „Menschen“ unter den Berichten dazu kommentiert wird, ist einfach nur zum zutiefst fremdschämen, wie tief kann man sinken.

    Dein Glück mit den Kiebitzen freut mich sehr, die Bilder sind so schön, und ich mag ja auch immer besonders die Flugbilder!
    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir, liebe Grüße
    Monika.

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    • Die Kiebitze sind im Bericht etwas in den Hintergrund getreten. Macht aber nichts. Es mußte mal gesagt werden, das unsere Politiker mal wieder versagen. Ich freue mich über die vielen Menschen, die genau so denken. Wer dagegen ist, besitzt auch keinen Funken Mitleid und Menschlichkeit.
      LG Jürgen

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  4. Ich lese mit Entsetzen, wie es in diesem Flüchtlingslager zugeht und bin entsetzt, dass man diese Zustände erlaubt hat und dass es erst brennen musste, damit Mini-Schritte zur Linderung des Leides vorgenommen werden.
    Viele Grüsse
    Christa

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  5. Volle Zustimmung, Jürgen! Wäre nicht unsere Kanzlerin vor fünf Jahren die Einzige gewesen die tat was sich gehörte, man hätte wieder mal zur Tagesordnung übergehen können. Diese Sachen werden Deutschland noch lange sehr negativ verfolgen, auch wenn die EU an sich leider nicht besser aufgestellt ist. ;-( LG Michael

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  6. und jetzt zu deinen Kiebitzen … toll … wir in der Gegend haben auch Kiebitze, doch anscheinend nicht in dieser Zahl … mir jedenfalls ist es noch nie gelungen diese in dieser hohen Zahl zu sehen, noch abzulichten … gratuliere …. !! Gruß .. Robert

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  7. Moria wäre maximal eine „wir sind so gut und schön drum lasst uns helfen“Aktion … sicher, jedem Einzelnen der da raus geholt wird ist geholfen … doch viel mehr wäre geholfen, wenn die westliche Welt es unterlassen würde ganze Kontinent auf perfideste Weise auszubeuten und dann das Ergebnis in Europa zu Dumpingpreisen anzubieten … wenn nur ein Drittel der Rechte, die für uns so selbstverständlich sind von Europa aus dort angewandt würden … die Menschen hätten ein bisher nie gekanntes Gefühl von Freiheit, Gerechtigkeit und Würde … ausgenommen der Zeit bevor der Europäer dort einfiel … dann würde das smartphone eben 2000,0 Eur kosten und die Gewinne von Apple & Co beliefen sich eben nicht auf 2 bis dreistellige Prozentzahlen, aber dafür hätten die Menschen ihre Würde, die wir ihnen skrupellos genommen haben … in Moria zu helfen ist richtig … aber wenn es nicht aus den richtigen Gründen getan wurde ist es nur Schall und Rauch … an Lerchenschaß …. umdenken … jetzt!

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    • Das sehe ich alles ganz genau so. Bei der Einstellung hätte auch Niemand einen Grund sein Heimatland zu verlassen. Es ändert aber nichts an der derzeitigen Situation in Moria. Es wird nur geredet, ohne das wirkliche Hilfe geleistet wird. Das kann man sich doch nicht mit ansehen. Wo bleibt da die Menschlichkeit.

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      • die wird im großen Schredder namens Diplomatie und Politik zu ganz winzigen kleinen Stücken zerhäckselt …. und eines dieser kleinen Stücke wird dann gegeben und dazu gesagt, dass leider, leider nicht mehr möglich war (in Wirklichkeit eher nicht nötig war) um die innere Zufriedenheit zu bewahren und die nächste Wiederwahl zu sichern

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      • Dann solten einige Politiker sich mal genauer umschauen. Einige Länder zeigen was es heißt … zusammen sind wir stark. Ein Beispiel aus unserem Land ist da die Wiedervereinigung. Hätte Honnecker auch nicht mit gerechnet.

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